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 Update 23.01

 

 

horrors Film-Archiv ist meine persönliche Seite,auf der ich anderen Menschen einige Filme näherbringen möchte, indem ich ein Review über sie verfasse. Ich hoffe, das ich damit eventuell eine Kaufentscheidung etwas leichter machen kann.

 

Weiterhin werde ich in unregelmäßigen Abständen auch einige von mir verfasste Artikel einstellen, die sich hauptsächlich auf das Horror-Genre beziehen.

 

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, das diese Seite keinerlei kommerziellen Zwecken dient, sondern rein privater Natur ist.

 

Wenn Euch meine Seite gefällt, würde ich mich auch sehr über Gästebuch-Einträge freuen, Lob und konstruktive Kritik sind selbstverständlich auch wünschenswert.

 

Zur Zeit enthält die Seite 121 Reviews zu Filmen und 9 Artikel.

Alter: 50
 



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Blog

Tunnel der lebenden Leichen

 

 

 

 

Tunnel der lebenden Leichen
(Death Line)
mit Donald Pleasence, Norman Rossington, David Ladd, Sharon Gurney, Hugh Armstrong, June Turner, Clive Swift, James Cossins, Heather Stoney, Hugh Dickson, Jack Woolgar, Ron Pember, Colin McCormack, Gary Winkler, James Culliford, Christopher Lee
Regie: Gary Sherman
Drehbuch: Ceri Jones / Gary Sherman
Kamera: Alex Thomson
Musik: Wil Malone / Jeremy Rose
Ungeprüft
Großbritannien / 1973

Der Tod geht um zwischen den U-Bahn-Stops Holborn und Russell Square in London, denn dort verschwinden immer wieder Menschen für immer. Für Inspektor Calhoun (Donald Pleasence) zunächst ein Rätsel, doch dann findet er eine Spur, die zu einer Gruppe von Arbeitern führt, die um die Jahrhundertwende beim U-Bahnbau bei einem Höhleneinsturz für immer verschwanden. Offensichtlich leben ihre Nachkommen immer noch unter der Erde und sie haben Hunger...


Auch wenn der Titel dieses britischen Horror-Klassikers es eventuell vermuten lassen könnte, handelt es sich hier keineswegs um einen Zombiefilm, vielmehr könnte man dieses Werk von Regisseur Gary Sherman als "Großvater" des Films "Creep" bezeichnen, denn die beiden Geschichten weisen doch frappierende Ähnlichkeiten auf. Selbstverständlich ist "Tunnel der lebenden Leichen" nicht so temporeich in Szene gesetzt worden, das Erzähltempo des Geschehens ist hier um Einiges bedächtiger und ruhiger, was jetzt aber keinesfalls negativ zu bewerten ist. Es handelt sich ganz einfach um einen älteren, aber sehr spannenden Film aus einer Zeit, wo Härte, visuelle Brutalität und teure Effekte noch nicht so tonangebend waren, wie es in der heutigen Zeit der Fall ist. So bekommt der Zuschauer hier noch überdurchschnittlich gute Horrorkost geboten, die insbesondere in atmosphärischer Hinsicht vollkommen zu überzeugen weiss.

Dazu sind natürlich die Katakomben der Londoner U-Bahn geradezu fantastisch geeignet, in denen sich Teile der Geschichte abspielen und die durch ihre herrlich düstere Optik für so manch kalten Schauer sorgen können, der dem Betrachter über den Rücken läuft. Wie auch in "Creep" verschwinden hier Menschen spurlos und erst ganz am Ende des Films kommt die Polizei überhaupt erst auf die Idee, diese in den unterirdischen Katakomben zu suchen. Ganz generell wird gerade die Ermittlungsarbeit der Beamten auf eine geradezu naive Art und Weise dargestellt, die einem aus heutiger Sicht viel eher ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert und dem Geschehen einen ganz eigenen Charme verleiht. Dazu trägt in erster Linie auch Donald Pleasence bei, der den Charakter des Inspektor Calhoun mit äusserst viel Symphatie erfüllt, so das man auch großzügig über den fehlenden kriminalistischen Spürsinn hinwegsehen kann.

Trotz der ziemlich ruhigen Erzählweise der Geschichte entwickelt sich ein durchaus konstanter Spannungsbogen, der zwar nicht unbedingt die vollkommene Hochspannung präsentiert, sich aber in einem soliden Rahmen bewegt. Ob das allerdings gerade für die jüngere Generation ausreichend ist, die ja doch eher auf rasantes Tempo, Härte und Brutalität geeicht ist, wage ich zu bezweifeln, denn auch richtig derbe Szenen gibt es in diesem Film nicht zu verzeichnen. Zwar gibt es gerade in der zweiten Filmhälfte einige etwas härtere und blutige Einstellungen, die allerdings nach heutigen Kriterien eher harmlos anmuten. Dafür wird man aber durch die schon kurz erwähnte, erstklassige Atmosphäre entschädigt, die einen fürmlich in ihren Bann zieht und so ihre Wirkung auf den Betrachter keineswegs verfehlt.

Leider gibt es von diesem wirklich gelungenem Horror-Thriller immer noch keine offizielle deutschsprachige Veröffentlichung auf DVD, was eigentlich sehr schade ist, denn der Film hätte es wirklich verdient. So müssen sich Fans dieser alten Klassiker weiterhin gedulden und hoffen, das sich irgendwann ein label erbarmt und dieses britische Werk endlich offiziell auf einer DVD rausbringt.


Fazit:


"Tunnel der lebenden Leichen" ist ein Film, an dem kein Liebhaber der älteren Horrorfilme vorbeikommt. Eine nette Geschichte, die spannend und sehr atmosphärisch umgesetzt wurde, verbreitet hier ihren schaurig-schönen 70er Jahre Charme, dem sich kein Nostalgiker entziehen kann. Jedem, dem "Creep" gefallen hat, könnte auch dieser Film zusagen, denn die Ähnlichkeiten sind erstaunlich, allein das Tempo der Filme unterscheidet sich ziemlich stark.


8/10

9.1.10 17:13


A Tale of Two Sisters

 

 

 

 

A Tale of Two Sisters
(Janghwa, Hongryeon)
mit Kap-su Kim, Jung-ah Yum, Su-jeong Lim, Geun-Young Moon, Seung-bi Lee
Regie: Ji-woon Kim
Drehbuch: Ji-woon Kim
Kamera: Mo-gae Lee
Musik: Byung-woo Lee
FSK 16
Südkorea / 2003

Es ist ein strahlender Sommertag als die Schwestern Su-mi und Su-yeon in ein abgelegenes Haus am See gebracht werden. Sie waren seit dem Tod ihrer Mutter in einer Heilanstalt. In der Eingangshalle wartet bereits die verhasste Stiefmutter. Su-mi, die Ältere, zeigt sich der Frau gegenüber offen feindselig, während Su-yeon fast furchtsam auf Abstand geht. Bald schon gleicht das Haus einem geisterhaften Folterkeller, in dem der Wahnsinn kalt und grausam in den Ecken lauert.


Im Prinzip sollte man jedem Film ganzzeitig seine volle Aufmerksamkeit schenken, um möglichst sämtliche Handlungsabläufe und auch die kleineren Details mitzubekommen. Bei einigen Filmen ist es aber auch nicht weiter tragisch, wenn man sich selbst einmal eine kleinere Konzentrationspause gönnt, denn zumeist geht der rote Faden dadurch nicht verloren. Ganz anders verhält es sich bei dieser südkoreanischen Produktion, bei der gerade die Kleinigkeiten eminent wichtig sind, um dem ganzen einen Sinn zu verleihen. Wenn man hier auch nur einmal für kurze Zeit die Aufmerksamkeit schleifen lässt, kann es durchaus passieren, das die gesamte Handlung auf einmal nur noch verwirrend und sehr schwer nachvollziehbar ist. Denn beginnt die Geschichte zu Anfang noch recht überschaubar, so entwickelt sich doch recht schnell ein Geschehen, das einige Fragen aufkommen lässt, die sich erst ganz am Ende des Films hundertprozentig beantworten lassen.

Doch bis dahin ist es ein ziemlich langer, aber auch sehr spannender und interessanter Weg, den man allerdings sehr gern beschreitet, da der Film von Anfang an eine ungeheure Faszination auf einen ausübt, der man sich nur schwerlich entziehen kann. Wer einen reinen Gruselfilm erwartet, der muss recht schnell feststellen, das sich dieses Werk wohlwollend von den üblichen Vertretern dieser Art abhebt, denn bekommt man doch vielmehr eine äusserst intensive und gelungene Mixtur aus Psycho-Drama-und Gruselfilm präsentiert, die im Laufe der Zeit eine sehr intensive Wirkung auf den Zuschauer ausübt. Kaum merklich verdichtet sich dabei die die von Haus aus schon sehr dichte Grundstimmung des Films und nimmt mit zunehmender Laufzeit immer bedrohlichere und unheimliche Züge an, die ihre Wirkung auch keinesfalls verfehlen. Denn nimmt man zu Beginn das Geschehen noch äusserst entspannt zur Kenntnis, so verändert sich das eigene Sehverhalten immer mehr und vermittelt einem nicht selten ein Gefühl der Beklemmung, das fast zwangsläufig in einem aufsteigt und auch für den ein oder anderen kalten Schauer sorgt, der einem über den Rücken läuft.

Dafür sorgt in erster Linie der sehr schleichend entstehende Horror, tritt er zu Beginn noch kaum spürbar in Erscheinung, so gibt es insbesondere im letzten Filmdrittel doch so einige Passagen, die einem fast die Haare zu Berge stehen lassen. In dieser Phase ist man dann auch sichtlich überrascht, wenn die vielleicht selbst schon erahnte Lösung des Ganzen präsentiert wird, obwohl der Film noch gute 30 Minuten Restspielzeit aufweist. Wer jetzt aber denkt, das alles schon erzählt wurde, der sieht sich ziemlich schnell getäuscht, da auch die letzten Minuten noch einige Überraschungen parat haben, bevor man erst ganz am Ende die ganze schreckliche Wahrheit offenbart bekommt.

"A Tale of Two Sisters" ist ein Film, der sicherlich nicht jeden Geschmack treffen wird, aber über eine Sache dürfte es eigentlich keine Streitereien geben und das ist die visuelle Ausdrucksstärke. Die Bilder sind einerseits von einer schlichten Schönheit, die dadurch ein sehr hohes Maß an Ästhetik ausdrücken, andererseits beeindrucken sie durch das äusserst kraftvolle Farbenspiel, das einem von der ersten Minute an ins Auge fällt. Dies ist aber lediglich eine der Stärken, die dieser Film offenbart, eine weitere ist meiner Meinung nach die Erzählart der Geschichte, die vielen eventuell etwas behäbig und langsam erscheinen mag. Aber es ist doch gerade dieses bedächtige und ruhige Erzähltempo, das den später aufkommenden Horror erst so intensiv zur Geltung kommen lässt, denn eigentlich rechnet man gar nicht so richtig damit, was die Intensität noch um ein Vielfaches erhöht.

So bekommt man letztendlich ein in allen Punkten absolut überzeugendes Filmerlebnis geboten, in dem auch die Darsteller durch Ausdruckskraft und hervorragendes Schauspiel zu überzeugen wissen. Hinzu kommt die ästhetische Ausstrahlung des Ganzen, die einen sehr nachhaltigen Eindruck beim Betrachter hinterlässt. Nicht selten entseht dabei der Eindruck, das man von den herrlich farbenprächtigen Kulissen regelrecht magisch angezogen fühlt, jedenfalls habe ich persönlich das so empfunden.


Fazit:


"A Tale of Two Sisters" ist für mich ein ästhetisches Meisterwerk, das gekonnt die Elemente des Psycho-Dramas mit denen des Gruselfilms kombiniert. Ein intelligent durchdachter Film, der durch etliche Überraschungen und Wendungen die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers beansprucht. Schleichend aufkommender Horror und ein dramaturgisch erstklassiger Spannungsaufbau sorgen für einen aussergewöhnlich guten Filmgenuss, den sich kein echter Filmfreund entgehen lassen sollte.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Koreanisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (Widescreen anamorph)
Laufzeit: 110 Minuten
Extras: Audiokommentar, Originaltrailer, Making of, Bildergalerie, Hidden Features uvm.

 

 

9/10

4.1.10 16:56


Die Mumie (1932)

 

 

 

 

Die Mumie
(The Mummy)
mit Boris Karloff, Zita Johann, David Manners, Arthur Byron, Edward Van Sloan, Bramwell Fletcher, Noble Johnson, Kathryn Byron, Leonard Mudie, James Crane
Regie: Karl Freund
Drehbuch: Nina Wilcox Putnam / Richard Schayer
Kamera: Charles J. Stumar
Musik: James Dietrich
FSK 12
USA / 1932

Bei Ausgrabungen in Ägypten stoßen Archäologen auf die Mumie des Priesters Im-Ho-Tep sowie eine mysteriöse Schriftrolle. Als einer von ihnen den Text vorliest, erwacht die Mumie zu neuem Leben, bemächtigt sich der Rolle und flieht. Zehn Jahre später bietet Im-Ho-Tep, der sich nun Ardeth Bey nennt, einer britischen Expedition seine Hilfe an. Dabei lernt er die junge Helen Grosvenor kennen, die er für eine Inkarnation seiner früheren Liebe Anck-es-en-Amon hält.


Neben seiner unverkennbaren Rolle als Monster von Frankenstein ist dies wohl die absolute Paraderolle von Boris Karloff gewesen. Allein sein diabolischer Gesichtsausdruck war in der damaligen Zeit absolut furchteinflößend, aber auch heute noch verursacht er immer noch eine leichte Gänsehaut. So ist er auch für die Rolle der Mumie die absolute Ideal-Besetzung und erfüllt die von ihm gespielte Figur mit seiner einzigartigen Präsenz und verleiht ihr eine sehr bedrohliche und unheimliche Ausstrahlung.

Diesen absoluten Klassiker des Genres gibt es allerdings nur in der englischen Originalversion mit deutschen Untertiteln, aber das stört eigentlich weniger, denn der Film zieht den Zuschauer auch so absolut in seinen Bann. Natürlich gibt es hier keine harten Szenen zu sehen, aber der Film ist atmosphärisch so extrem dicht, das er einen immer wieder zu fesseln und faszinieren weiß. Man wird von der einzigartigen Atmosphäre in Beschlag genommen und kann sich bis zum Ende des Films auch nicht mehr von ihr lösen. "Die Mumie" ist eines der besten Beispiele dafür, das es nicht immer nur Härte oder Effekthascherei bedarf, um den Zuschauer absolut zu faszinieren. Auch Härte oder blutige Szenen vermisst man hier gar nicht erst, da dieser Film als Gesamtpaket einfach absolut überzeugend ist.

Karloff drückt dem Film seinen Stempel auf, seine starke Präsenz ist kaum in Worte zu fassen, das muß man einfach gesehen haben. In seiner Zeit war dieser man wohl vollkommen zu recht einer der größten Stars des Horrorfilms und selbst heute noch kennen sehr viele Menschen seinen Namen. Er ist ganz einfach einer der prägendsten darsteller des Horror-Genres, was er auch wieder einmal eindrucksvoll in diesem Werk unter Beweis gestellt hat.

Jeder echte Horrorfan, egal ob jung oder alt sollte sich dieses Meisterwerk auf jeden Fall einmal angesehen haben, denn ansonsten hat man etwas verpasst. Denn hier wird dem Zuschauer einer der ganz großen Horror-Klassiker geboten, der wie fast alle Filme dieser Zeit vor allem durch seine s/w Optik die vorhandene Atmosphäre noch dichter wirken lässt, als sie von haus aus schon ist.


Fazit:

"Die Mumie" zählt definitiv zu den größten Klassikern, die das Horror-Genre je hervorgebracht hat. Ein Film, der auch nach fast 80 Jahren immer noch zu begeistern weiß und ein fantastisches Film-Vergnügen darstellt. Jeder, der gute Filme liebt, kommt an diesem Werk keinesfalls vorbei.



10/10

2.1.10 23:28


La Linea - The Line

 

 

 

 

La Linea - The Line
(The Line)
mit Ray Liotta, Andy Garcia, Esai Morales, Armand Assante, Valerie Cruz, Jordi Vilasuso, Kevin Gage, Bruce Davison, Joe Morton, Danny Trejo, Gary Daniels, Michael DeLorenzo, David Ackert, Jason Connery, Victoria Elizabeth
Regie: James Cotten
Drehbuch: R. Ellis Frazier
Kamera: Miguel Bunster
Musik: David Torn
FSK 16
Mexiko / USA / 2008

Ein Leben ist billig in Mexiko. Selbst das Oberhaupt des Drogenkartells der Salazars muss diese Erfahrung machen. Javier Salazar wird eiskalt abserviert von dem unberechenbaren Psycho Pelon, der sofort Nägel mit Köpfen macht: Ihm sind die Einnahmen aus den Geschäften mit Koks nicht genug, weshalb er sich künftig von den Terroristen der Taliban mit erstklassigem Heroin aus Afghanistan beliefern lassen will. Eine Entwicklung, die die CIA unruhig werden lässt: Der fragile Frieden mit dem Kartell steht auf dem Spiel. Sie schicken ihre besten Männer nach Mexiko, wo sie auf die Killer von Javier Salazars Sohn Diablo treffen. Alle haben es auf Pelon abgesehen. Und dann taucht auch noch der mysteriöse Hitman Mark Shields auf, der seine inneren Dämonen mit neuen Aufträgen bekämpft. Fragt sich nur, wer als erster La Linea kreuzt ...


James Cotten's Drogen-Thriller ist ein wirklich absolut sehenswerter Vertreter dieser Filmgattung, der insbesondere durch seine herrlich dreckige Atmosphäre besticht, die einem von der ersten Minute an ins Auge fällt und das richtige Feeling aufkommen lässt. So wirkt die dargestellte Szenerie in den Strassen von Tijuana jederzeit absolut glaubwürdig und verleiht der ganzen Geschichte sehr viel an Authenzität. Was für manch Einen eventuell etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen dürfte, ist die Erzählstruktur des Geschehens, die man nicht unbedingt als extrem gradlinig bezeichnen kann. Vielmehr bekommt es der Zuschauer mit mehreren Erzählfäden zu tun, die sich teilweise wild überkreuzen, so das man schon sehr gut aufpassen, um den roten Faden nicht zu verlieren. Doch meiner Meinung nach ist es genau diese Erzählweise, die diesem Film seine ganz besondere Note verleiht.

So sind alle verschiedenen Erzählfäden sehr wichtig für das Gesamtwerk und jeder einzelne birgt auch eine Menge Spannung, was gleichzeitig auch dafür sorgt, das die Aufmerksamkeit des Betrachter ganzzeitig aufrechterhalten bleibt, damit man am Ende das teils wie ein Puzzle wirkendes Geschehen zu einem Ganzen zusammensetzen kann, das besonders durch das doch überraschende Ende noch einmal eine nicht vorhersehbare Wendung nimmt, an die man wirklich nicht gedacht hat. Bis dahin wird man mit mehr oder minder tieferen Einblicken in die einzelnen Hauptcharaktere der Geschichte konfrontiert, in deren Mittelpunkt der psychophatisch veranlagte Drogenboss Pelon steht, der die Familiengeschäfte des todkranken Javier Salazar weiterführt und sich dabei durch seine Unberechenbarkeit jede Menge Feinde macht. Die zweite hauptperson ist der geheimnisvolle Fremde Mark Shields, der von Ray Liotta grandios dargestellt wird und der den Auftrag hat, Pelon auszuschalten.

Insbesondere die Figur des Mark Shields ist hier das Salz in der Suppe und verleiht der Story etwas Geheimnisvolles, denn seine Person ist bis kurz vor dem Ende keiner Seite so richtig zuzuordnen, da bis kurz vor dem Ende nicht ersichtlich ist, in wessen Auftrag er handelt. Weiterhin ist gerade dieser Charakter so interessant, weil Shields gegen seine inneren Dämonen zu kämpfen hat, denn eine Geschichte aus seiner Vergangenheit scheint ihn ständig zu verfolgen, was sich durch immer wieder eingefügte kleinere Flashbacks äussert, die sich einem auch erst im letzten Drittel des Films so richtig offenbaren und einen Sinn ergeben.

Was dem Film vielleicht ein wenig abgeht, ist die Tatsache, das er nicht gerade sehr actiongeladen ist. Es gibt zwar einige Schießereien zu sehen, doch insgesamt gesehen bewegt sich der Actiongehalt in einem durchaus überschaubaren Rahmen. Ich persönlich habe das keineswegs als negativ empfunden, aber wahre Action-Freajs werden hier wohl etwas enttäuscht sein. dafür wird man dann aber durch sehr gute schauspielerische Leistungen entschädigt, denn die hier agierenden Akteure liefern allesamt eine sehenswerte Kostprobe ihres Könnens ab. So gibt es neben Ray Liotta ein Wiedersehen mit so bekannten darstellern wie Andy Garcia oder dem symphatischen Bösewicht Danny Trejo, den man aus etlichen anderen Produktionen kennt. Sie alle tragen zu einem wirklich gelungenem Filmerlebnis bei.


Fazit:


Es mag durchaus möglich sein, das die phasenweise wilde Überkreuzung der einzelnen Erzählstränge nicht jeden geschmack treffen wird, aber wenn man bereit dazu ist, sich darauf einzulassen, dann wird man im Endeffekt mit einem richtig gelungenem Film belohnt, der durch sein vollkommen überraschendes Ende noch einmal ein dickes Ausrufezeichen setzt und den Zuschauer ziemlich verblüfft zurücklässt. Erstklassige Schauspieler und eine tolle Atmosphäre verleihen der Geschichte das nötige Ambiente, das ein Film mit dieser Thematik braucht, um glaubhaft und authentisch zu wirken. Freunde solcher Drogen-Thriller sollten sich diesen Film keinesfalls entgehen lassen.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2.35:1 (16:9 anamorph)
Laufzeit: 91 Minuten
Extras: Trailer, Bildergalerie, Interviews, Szenen von den Dreharbeiten



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2.1.10 20:38


Ein Leben für ein Leben - Adam Resurrected

 

 

 

 

Ein Leben für ein Leben - Adam Resurrected
(Adam Resurrected)
mit Jeff Goldblum, Willem Dafoe, Derek Jacobi, Ayelet Zurer, Hana Laszlo, Joachim Krol, Jenya Dodina, Tudor Rapiteanu, Veronica Ferres, Idan Alteman, Juliane Köhler, Dror Keren, Shmuel Edelman, Yoram Toledano, Mickey Leon
Regie: Paul Schrader
Drehbuch: Yoram Kaniuk (Roman) / Noah Stollman (Drehbuch)
Kamera: Sebastian Edschmid
Musik: Gabriel Yared
FSK 12
Deutschland / Israel / USA / 2008

Anfang der 60er Jahre grassiert in einer Heilanstalt für Holocaust-Traumatisierte der Wahnsinn...
Um im Konzentrationslager unter dem sadistischen Lagekommandanten Klein (WILLEM DAFOE) zu überleben, muss der einstmals gefeierte Berliner Varieté-Star Adam Stein (JEFF GOLDBLUM) lernen, buchstäblich wie ein Hund zu leben. Jahre danach wird Adam immer noch von den grausamen Dämonen der Vergangenheit gequält. Gemeinsam mit anderen Opfern lebt er in einem Sanatorium für Überlebende des Holocaust mitten in der Wüste Israels, wo er seinen Schmerz in wilden Kapriolen und Zaubertricks erstickt. Dann entdeckt Adam einen neuen Patienten, der bislang vor ihm verborgen wurde: ein zwölfjähriger Junge, der sich für einen Hund hält. Er redet nicht, sondern bellt. Er geht nicht, sondern kriecht. Durch seine magischen Fähigkeiten kann Adam dem kleinen Jungen helfen.



Man weiss kaum noch, wie viele Filme es gibt, die sich mit der Thematik des Holocaust beschäftigen und die damaligen Greueltaten beleuchten, die von den Nazis an den Juden begangen wurden. Fast alle davon laufen nach einem ähnlichen Schema ab und stellen die Massenvernichtung eines ganzen Volkes dabei in den Vordergrund. "Ein Leben für ein Leben" ist ein ganz anders gelagerter Film, der sich damit schon einmal sehr wohlwollend von anderen Vertretern abhebt, denn der Film beschäftigt sich vielmehr mit den Spätfolgen bei einem Überlebenden des Krieges, der sein Leben in einer Heilanstalt für Holocaust-Traumatisierte verbringt und jeglichen Respekt vor dem eigenen Leben verloren hat.

Der Film basiert auf dem Roman "Adam Hundesohn" vom israelischen Schriftsteller Yoram Kaniuk, der einst sehr umstritten war, doch mittlerweile zu einem Bestseller avanciert ist. Das hervorstechendste Merkmal dieses filmischen Dramas ist ganz sicher die brillante Darstellung eines Jeff Goldblums, der die Figur des ehemaligen Variete-Stars Adam Stein auf eine Art und Weise darstellt, wie man es besser und eindrucksvoller nicht hätte tun können. Besonders der Kampf gegen die eigenen Dämonen, die ihn auch Jahre nach dem Ende des Krieges immer noch verfolgen, wurde hier sehr eindringlich und überzeugend in Szene gesetzt, so das man als Zuschauer richtiggehend mit diesem Mann mitleidet, der einen scheinbar inneren Kampf mit sich selbst austrägt, den man sich nur ansatzweise vorstellen kann. Immer wieder wird dabei die Zeitebene gewechselt, in der sich die Geschichte abspielt, befindet man sich einerseits in der Heilanstalt, die irgendwo in einer Wüste, weitab von jeder Zivilisation steht, wird man man andererseits mit ständigen s/w Rückblenden konfrontiert, die Adams Leben im Konzentrationslager zeigen.

In den Passagen, die in der Anstalt spielen, lernt man Adam als Menschen kennen, der eigentlich gegen sämtliche Regeln verstösst, sich ständig mit Alkohol zu betäuben versucht, eine Affäre mit einer Krankenschwester hat, aber auch die gleichzeitig die wichtigste Bezugsperson für die anderen Patienten ist. Durch kleinere Zaubertricks versucht er dabei, sich von sich selbst abzulenken und die anderen zu unterhalten, was ihm auch fast immer gelingt. Und dann sind da immer wieder diese äusserst schockierenden Rückblenden, die sein Leben im KZ zeigen, das man eigentlich gar nicht als Leben bezeichnen kann. Denn Adam musste hier ein wahres Hundeleben führen, jede Handlung musste er wie ein Hund ausüben. Er kroch auf allen Vieren, musste essen wie ein Hund und durfte auch nur bellen, ausser der sadistische Lagerkommandant Klein, der übrigens großartig von Willem Dafoe gespielt wird, forderte ihn zum Reden auf. Und wenn das noch nicht genug wäre, hat er auch noch seine Nächte neben einem Schäferhund im Zwinger verbracht.

All diese Demütigungen und Erniedrigungen kann man sich als Betrachter des Szenarios kaum vorstellen, weshalb sie umso intensiver und schockierender auf einen einprasseln und es mehr als verständlich machen, das ein Mensch daran zerbricht. Erst die Einweisung eines Jungen, der auch wie ein Hund lebt, ändert die Situation und verhilft im Endeffekt Adam wie auch dem Jungen zu einer vollkommen anderen Sichtweise des Lebens, das mit einemmal wieder einen Sinn zu ergeben scheint. Dabei überträgt sich während der Geschichte eine so starke Faszination auf den Betrachter, der man sich einfach nicht entziehen kann. Durch die immense Intensität, die vom Geschehen ausgeht, ist man teilweise wie ohnmächtig, da man sich das Gesehene nur schwerlich vorstellen kann und sich fragt, wiviel Schmerz und Demütigung eine menschliche Seele aushalten kann, bevor sie vollkommen abgestorben ist.

Und genau diese Gefühle werden von Jeff Goldblum auf eine absolut brillante Art zum Ausdruck gebracht, er schafft es in jeder einzelnen Sequenz, dem Zuschauer die innere Zerrissenheit dieses Menschen näherzubringen, so das man phasenweise fast körperlich den Schmerz zu spüren, der hier den gesamten Film erfüllt. Es ist ganz einfach eine Darstellung der ganz großen Schauspielkunst, wie man sie in der heutigen Zeit nicht mehr allzu oft geboten bekommt. Doch auch die anderen Darsteller wissen in ihren Rollen vollkommen zu überzeugen und tragen so dazu bei, das dieses Werk seine volle Wirkung erzielen kann. In einigen Nebenrollen kann man auch Schauspiler der ersten deutschen Riege sehen, so wirken hier bekannte Gesichter wie Veronica Ferres, Moritz Bleibtreu oder Joachim Krol mit.


Fazit:


Regisseur Paul Schrader hat mit "Ein Leben für ein Leben" ein sehr bewegendes Drama geschaffen, das durch seine erzählte Geschichte und hervorragende Schauspieler zu überzeugen weiss, bei denen die Leistung von Jeff Goldblum ohne Übertreibung als brillant zu bezeichnen ist. Hier ist ein Film entstanden, der auch einen nachdrücklichen Eindruck hinterlässt und der keinesfalls spurlos an einem vorbei geht. Einfühlsam, bewegend und erschütternd sind wohl die Bezeichnungen, die diese Geschichte am besten charakterisieren und für ein grandioses Filmerlebnis stehen, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (Widescreen anamorph)
Laufzeit: 102 Minuten
Extras: Trailershow

 

 

9/10

1.1.10 22:20


Bei Anruf Mord

 

 

 

 

Bei Anruf Mord
(Dial M for Murder)
mit Ray Milland, Grace Kelly, Robert Cummings, John Williams, Anthony Dawson, Leo Britt, Patrick Allen, George Leigh, George Alderson, Robin Hughes
Regie: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Frederick Knott
Kamera: Robert Burks
Musik: Dimitri Tiomkin
FSK 12
USA / 1954

Margot Wendice ist die reiche Ehefrau des Playboys Tony. Tonys Charakter ist nicht gerade einer der feinsten, kein Wunder, daß seine Frau eine Liaison mit dem Schriftsteller Mark Halliday eingeht. Um einer möglichen Scheidung auszuweichen, heckt Tony einen teuflischen Plan aus. Er zwingt einen ehemaligen Schulkameraden, der in Schwierigkeiten steckt, zum Mord an seiner Frau. Der minutiös ausgefeilte Plan droht zu scheitern, als Margot es mit letzter Kraft schafft, ihren vermeintlichen Mörder mit einer Schere zu erstechen. Doch Tony reagiert mit eiskalter Berechnung: Er liefert der Polizei Hinweise, die seine Frau auf den elektrischen Stuhl bringen könnten...


Ähnlich wie schon bei "Coktail für eine Leiche" aus dem Jahr 1948 hat es Hitchcock auch bei vorliegendem Film wieder einmal perfekte Spannung auf kleinstem Raum entstehen zu lassen und er tat gut daran, sich mit seiner Inszenierung sehr nah an der Vorlage des dazugehörigen Bühnenstücks zu orientieren und die Geschichte nicht grundlegend zu verändern. So entsteht hier dieser kammerspielartige Eindruck beim Zuschauer, denn bis auf ganz wenige Ausnahmen spielt sich das ganze Geschehen in einem einzigen Zimmer ab. Für manche leute mag das vielleicht etwas langweilig klingen, aber wer "Coktail für eine Leiche" gesehen hat, der weiss ganz genau, welch einzigartige Faszination von einem solch gedrehten Film ausgehen kann. Und nicht anders verhält es sich auch in vorliegendem Film, der insbesondere durch die sich entfaltende und sehr dichte Grundstimmung und seine erstklassigen Darsteller überzeugen kann.

Neben der unvergessenen und bildschönen Grace Kelly ist es vor allem Ray Milland, der als windiger und boshafter Ehemann eine schauspielerische Glanzleistung abliefert und nach einem missglückten Mordplan keinerlei Skrupel hegt, alles so zurechtzulegen, das seine Ehefrau zum Tode verurteilt wird. Seine Darstellung des fiesen Charakters ist absolut brillant und hinterlässt beim Zuschauer einen wirklich nachhaltigen Eindruck. Doch im Prinzip kann man das auch von den anderen Akteuren und ihrem Schauspiel behaupten, denn was hier an Ausdrucksstärke und genialer Mimik geboten wird, das ist schon die ganz hohe Schule der Schauspielkunst, wie man sie in heutiger Zeit doch viel zu selten antrifft. Dabei tritt hier aber zu keiner Zeit die manchmal etwas überzogen wirkende Theatralik an den Tag, die man in vielen älteren Filmen begutachten kann, vielmehr wirkt die gesamte Szenerie nahezu perfekt aufeinander abgestimmt und sorgt so für einen sehr authentischen Eindruck.

Natürlich gibt es hier keine große Action zu sehen, aber die Mischung aus Krimi-und Thriller, die Hitchcock hier geschaffen hat, ist in meinen Augen absolut gelungen und sorgt jederzeit für einen äusserst interessanten und spannenden Filmgenuss. Sicherlich ist das Werk extrem dialoglastig und das trifft nicht jeden Geschmack, aber die vorhandenen Dialoge sind ganz einfach großartig und zeugen von einer sehr hohen Qualität. Hierfür braucht man nur an das Gespräch zwischen dem Ehemann und dem gedungenen Killer denken,, das phasenweise wie eine Selbstverständlichkeit wirkt, obwohl gerade über einen Mord gesprochen wird. Auch in dieser Passage ist es ray Milland, der eine grandiose Kostprobe seines schauspilerischen Könnens zum Besten gibt, wie sie besser kaum sein könnte. Aber ganz prinzipiell ist es eine wahre Freude, allen Akteuren zuzusehen-und zu hören, denn nur durch sie kann der Film seine ganze Intensität und Faszination entwickeln, die hier ganzzeitig vorhanden ist.

Auch wenn "Bei Anruf Mord" für viele nicht unbedingt zu den absolut herausragenden Filmen Hitchcock's zählen mag, hat der Meister es wieder einmal geschafft zu beweisen, das man auch mit den geringsten Mitteln und räumlich begrenzt ein äusserst hohes Maß an Spannung-und Thrill zu erzeugen, das zu jeder Zeit dazu in der Lage ist, den Betrachter für sich einzunehmen und sich so seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu sichern. Denn man braucht nicht mehr als eine wohldurchdachte und spannende Geschichte und einige erstklassige Schauspieler, die diese durch ihr ausdrucksstarkes Schauspiel zu einem wirklich fesselnden Erlebnis machen.


Fazit:


Egal, um welche Art von Film es sich handelt, der britische Meisterregisseur schafft es doch immer wieder, den Zuschauer aufs Neue zu begeistern und hat auch mit "Bei Anruf Mord" einen Film geschaffen, den man sich auch nach über einem halben Jahrhundert immer wieder fern anschaut, da dieses Werk im Laufe der Jahrzehnte überhaupt nichts von seiner Faszination verloren hat.


9/10

30.12.09 19:30


Contract Killers

 

 

 

 

Contract Killers
(Contract Killers)
mit Frida Show, Nick Mancuso, Rhett Giles, Christian Willis, G. Anthony Joseph, Steve Boergadine, Wolf Muser, Lee Sherman, Paul Cram, Justin Smith, David Bermejo, Julia Denton, Scott duPont
Regie: Justin Rhodes
Drehbuch: Ric Moxley / Justin Rhodes
Kamera: Andre Lascaris
Musik: Michael Mouracade
Keine Jugendfreigabe
USA / 2008

Jane Bradford ist eine Auftragskillerin, rekrutiert von der CIA, aber nicht als offizielle Mitarbeiterin. Eines Tages muss sie feststellen, dass ihr Auftraggeber ihrer offenbar überdrüssig ist. Die Frau, die ihr ganzes Leben, sogar ihre Identität, aufgegeben hat, wird plötzlich zur Gejagten! Sie flüchtet in die Karibik, doch ihre Häscher sind ihr dicht auf den Fersen. Langsam entdeckt sie, dass die Jagd auf sie Teil einer riesigen Verschwörung ist, deren Wurzeln bis in höchste Regierungskreise reichen. Jane braucht Hilfe, aber wer traut schon einer Auftragskillerin?


Schon die Inhaltsangabe verrät, das man mit dieser Geschichte nicht unbedingt viel Neues geboten bekommt, denn die hier erzählte Geschichte hat man in dieser oder ähnlicher Form schon ziemlich oft zu Gesicht bekommen. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn die Story ist dennoch sehr interessant und auch temporeich in Szene gesetzt worden, so das Freunde des B-Movie Actionfilms sehr wohl auf ihre Kosten kommen dürften. So geht es auch gleich von Beginn an zur Sache, denn ehe man sich versieht, bekommt der Zuschauer schon den ersten Toten und eine wilde Verfolgungsjagd geboten, ehe er es sich vor dem Bildschirm so richtig bequem gemacht hat. Das Schöne an der Sache ist, das der Film dieses Tempo fast über die gesamte Laufzeit beibehält, was ein Garant für sehr kurzweilige Unterhaltung ist.

Dabei spielt auch die relativ kurze Laufzeit von nicht ganz 80 Minuten eine Rolle, denn so entstehen zu keiner Zeit irgendwelche langatmigen Passagen und das gesamte Geschehen ist richtig knackig verpackt worden. Die Zeit vergeht wie im Flug und so reihen sich wilde Verfolgungsjagden und gut inszenierte Schießereien aneinander, was Freunde des Actionfilms ganz besonders erfreuen dürfte. Nun sollte man allerdings nicht das herausragend-spektakuläre Actionkino erwarte, aber das, was einem hier geboten wird, kann sich durchaus sehen lassen und ist für eine Direct to DVD Produktion absolut sehenswert. Dazu zählen auch die karibischen Schauplätze, an die man während der temporeichen Jagd entführt wird und die einem trotz des actiongeladenen Szenarios auch ein herrliches Urlaubs-Feeling bescheren. Für solche Gedanken haben die Protagonisten natürlich keine Zeit, denn ihnen geht es nur darum, nicht getötet zu werden und schneller als der Gegner zu sein.

Und so entsteht ein wirklich rasantes Katz-und Mausspiel, das sehr abwechslungsreich gestaltet ist und über einen äusserst gelungenen Spannungsaufbau verfügt. Echte Hochspannung ist zwar nicht unbedingt zu verzeichnen, aber man kann durchaus behaupten, das sich alles in einem sehr soliden Rahmen bewegt. Dazu zählen auch die agierenden Darsteller, unter denen man sogar einige doch bekannte Gesichter entdeckt. So wirken beispielsweise Nick Mancuso (Alarmstufe Rot, Stingray) und Rhett Giles (Krieg der Welten) mit, die jetzt zwar nicht die erste Garde Hollywoods vertreten, aber dennoch einen ordentlichen Job verrichten. Am besten hat mir persönlich aber Frida Farrell (Stiletto) gefallen, die in der Rolle der Profikillerin eine sehr überzeugende und glaubhafte Darstellung abliefert und die nebenbei auch noch ziemlich symphatisch wirkt, so das man als Zuschauer eigentlich von Beginn an weiss, auf welcher Seite man seine Symphatiepunkte verteilt.


Alles zusammengenommen ist "Contract Killers" sicherlich kein Action-Meisterwerk, bietet aber jederzeit solide und spannende Action-Unterhaltung, die zudem noch extrem temporeich gestaltet wurde. So entsteht erst gar keine Langeweile und die Aufmerksamkeit des Betrachters ist ganzzeitig gewährleistet. Und auch wenn die Geschichte nicht gerade vor Innovation zu strotzen scheint, so ist sie doch jederzeit spannend und interessant.


Fazit:


"Contract Killers" zählt zu den besseren B-Movie Actionern und beinhaltet alle Zutaten, die ein Film dieser Art beinhalten sollte. Kurzweilige und actionreiche Unterhaltung ist über die ganze Laufzeit vorhanden, so das man dieses Werk ohne Bedenken jedem Action-Fan empfehlen kann. Und auch, wenn es sich hier um keinen Blockbuster handelt, sollte man wirklich einen durchaus lohnenswerten Blick riskieren.


Die DVD:

Vertrieb: KSM
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 83 Minuten
Extras: Behind the Scenes, Biografien, Trailer

 

 

6/10

30.12.09 14:44


Sasori - Besessen von Rache

 

 

 

 

Sasori - Besessen von Rache
(Sasori)
mit Miki Mizuno, Dylan Kuo, Emme Wong, Nana Natsume, Sam Lee, Siu-Lung Leung, Ryo Ishibashi, Suet Lam, Simon Yam
Regie: Joe Ma
Drehbuch: Ka Wing Lee / Joe Ma
Kamera: Kwong-hung Chan
Musik: Keine Information
Keine Jugendfreigabe
Hongkong / Japan / 2008

Weil die junge Hei Tai von Profikillern gezwungen, ihre Schwägerin zu töten, muss sie eine Strafe im Gefängnis absitzen. Um dort zu überleben, muss sie genauso brutal wie ihre Mitgefangenen werden. Hilfe erhält sie von einer anderen Insassin, die sie trainiert. Gestärkt durch unzählige Auseinandersetzungen und getrieben von Rache flieht Hei Tei aus dem Gefängnis. Sie hat geschworen, die drei Killer sowie ihren Auftraggeber aufzuspüren und zu töten.


Es soll ja nicht gerade wenige Leute geben, die auf dieses Remake gewartet haben. Da ich persönlich das Original dieses Actioners mit Rache-Thematik nicht kenne, fällt ein Vergleich der Versionen selbstverständlich aus. So bin ich dann auch ohne allzu große Erwartungen an diese Neuauflage herangegangen und hegte lediglich die Hoffnung, kurzweilig und actionlastig unterhalten zu werden. Teilweise war dies auch durchaus der Fall, denn der Film hat wirklich seine guten Phasen, die sich allerdings mit langatmigen und streckenweise etwas konfus und verwirrend erscheinenden Momenten abwechseln. Es gibt nicht wenige Sequenzen, in denen die Geschichte auf eine sehr gewöhnungsbedürftige Art und Weise seltsam unstrukturiert erscheint, so das einen manchmal das Gefühl überkommt, das man ein Kapitel übersprungen hat. Vielleicht war das auch lediglich mein Empfinden, aber die gesetzten Schnitte lösen teils ziemliche Konfusion aus, so das es teilweise nicht leicht ist, der Story-Line gänzlich zu folgen.

Dafür entwickelt das Geschehen aber eine äusserst gelungene und teils sehr düstere Atmosphäre, sie so manches Mal ein Gefühl der Beklemmung auslöst, das sich richtiggehend anschleicht und einen nicht so schnell wieder loslässt. Hierbei stechen insbesonders die Passagen hervor, die sich im Gefängnis abspielen und die auch über einen ordentlichen Härtegrad verfügen, der sich aber immer noch in einem recht überschaubaren Rahmen bewegt. Gleichzeitig offenbart der Film hier aber auch seine in meinen Augen größte Schwäche, denn das Geschehen im Gefängnis wirkt gerade im Bezug auf den Hauptcharakter äusserst unrealistisch. Obwohl ihr ihre Gegnerinnen haushoch überlegen sind was sich vor allem kampftechnisch mehr als nur einmal zeigt, geht Nami durch relativ mehr Glück als Verstand als Siegerin aus den Kämpfen hervor. Erst nachdem sie aus dem Gefängnis raus ist, lernt sie unter der Hilfe eines Instrukteurs (Simon Yam) zu kämpfen, was die vorherige Phase des Films nicht unbedingt sehr glaubhaft erscheinen lässt.

Der nun stattfindende Rachefeldzug, auf dem Nami alle töten will, die an ihrer Inhaftierung schuld waren, geht es nun äusserst actionreich zur Sache, wobei gerade einige Kampfszenen ziemlich überzogen dargestellt werden, dadurch aber nicht minder unterhaltsam sind. Doch auch hier sind die teils wieder auftretenden verwirrenden Schnitte zu bemerken, die den Erzählfluss der Geschichte doch etwas beeinträchtigen und so einen wirklich gelungenen Filmgenuss etwas behindern. Sicher mag es genügend Leute geben, die diese Erzählweise sogar absolut passend finden, doch mich hat es ehrlich gesagt doch schon etwas gestört, was mich diesem Werk gegenüber auch etwas zwiespältige Gefühle entwickeln lässt. Denn einerseits übt "Sasori" schon eine gewisse Faszination aus, was auch darin begründet ist, das der Film etwas aussergewöhnlich erscheint und dann steht da im Gegensatz diese sehr gewöhnungsbedürftige Schnittfolge, die oft in Erscheinung tritt.

Insgesamt gesehen fällt es gar nicht einmal so leicht, dieses Werk von Joe Ma fair und richtig zu beurteilen und die Schauspieler machen die Entscheidung auch nicht gerade leichter. Spielen sie doch an manchen Stellen richtig gut und überzeugend, so gibt es leider auch Sequenzen, in denen sie viel eher ausdruckslos und blass erscheinen, so das man den Eindruck bekommt, das sie jederzeit austauschbar wären. Vielleicht würde ich anders denken, wenn mir das Original bekannt wäre, da dies aber nicht der Fall ist, kommt der Film leider nicht über das Mittelmaß hinaus.


Fazit:


Genre-fans, die auch noch den Vergleich zum Original ziehen können, werden diese Neuauflage sicherlich besser einordnen können, aber als eigenständiger Film an sich konnte mich "Sasori - Besessen von Rache" nur bedingt überzeugen. Die Stärke des Films kiegt eindeutig in der gelungenen Atmosphäre und in manch gelungener Action-Passage, wohingegen offensichtliche Schwächen in der Erzählstruktur der Geschichte ersichtlich sind, die durch manch konfuse Schnitte noch zusätzlich für Verwirrung beim Zuschauer sorgen kann. Für Genre-Fans ist der Film sicher empfehlenswert.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Kantonesisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 96 Minuten

 

 

5/10

28.12.09 18:38


Der Unsichtbare Dritte

 

 

 

 

Der Unsichtbare Dritte
(North by Northwest)
mit Cary Grant, Charles Manson, Martin Landau, Eva Marie Saint, Jessie Royce Landis, Leo G. Carroll, Josephine Hutchinson, Philip Ober, Adam Williams, Edward Platt, Robert Ellenstein, Les Tremayne, Philip Coolidge, Patrick McVey, Edward Binns
Regie: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Ernest Lehman
Kamera: Robert Burks
Musik: Bernard Herrmann
FSK 12
USA / 1959

Ein unbescholtener Werbefachmann gerät irrtümlich ins Fadenkreuz eines feindlichen Spionagerings. Gefährliche Profi-Killer hetzen ihn quer durch die USA. Schließlich kommt es auf dem Präsidenten-Denkmal am Mount Rushmore zu einem spektakulären Showdown.


So simpel und einfach sich die Inhaltsangabe dieses Agent-Thrillers auch anhört, so genial ist die hier erzählte Geschichte in Szene gesetzt worden. Erinnerungen an Hitchcock's früheres Werk "Die 39 Stufen" werden wach, in dem auch ein Unschuldiger durch ein ganzes land gejagt wurde, nur das es sich dort um Schottland handelte. "North by Northwest", so der Originaltitel dieses Hitchcock-Klassikers gilt nicht umsonst als eines der besten und unterhaltsamsten Werke des Meisterregisseurs, von dem sich auch viele später erscheinende Filme dieser Art inspirieren ließen. Hitchcock ist es nicht nur gelungen, eine tolle Geschichte enorm spannend in Szene zu setzen, er hat eine geniale Mischung aus Thriller, Krimi, Humor und einer Prise Liebesgeschichte zu kreieren, die wirklich ihresgleichen sucht. Von der ersten bis zur letzten Minute ist man insbesondere von der temporeichen Erzählweise der Story fasziniert, die in keiner einzelnen Passage auch nur annähernd langweilig erscheint und so ganzzeitig für extrem kurzweilige und abwechslungsreiche Unterhaltung sorgt, die man in dieser Form nicht alltäglich zu sehen bekommt.

So ist man dann auch ohne große Anlaufzeit inmitten einer rasanten Jagd durch die ganzen USA, die so fantastisch und kurzweilig dargestellt wird, das man kaum merkt, wie die über zwei Stunden Laufzeit dieses Films gnadenlos schnell an einem vorbeiziehen. Dabei ist es besonders hervorzuheben, das trotz der ernsten Thematik genügend Platz für sehr humorige Passagen bleibt. In erster Linie ist dafür der damalige Womanizer Cary Grant verantwortlich, der hier den Hauptcharakter Roger O. Thornhill auf eine so symphatische Art und Weise darstellt, das man ihn einfach liebgewinnen muss. Gerade in den Phasen des Films, in denen er sich in schier aussichtslosen Situationen befindet und auch um sein Leben fürchten muss, legt er einen fast umwerfenden Charme an den Tag und ist zu keiner Zeit um einen lockeren und witzigen Spruch verlegen. Der vorhandene Humor erweckt dabei aber zu keiner Zeit den Eindruck, das er auch nur im Entferntesten unpassend oder gar deplaciert wäre, alle Situationen sind nahezu perfekt aufeinander abgestimmt, so das hier wirklich ein Rädchen in das andere greift und so einen brillanten Gesamteindruck hinterlässt.

Aber nicht nur Cary Grant läuft zu absoluter Hochform auf und bietet Schauspiel der allerbesten Art, auch der Rest der Darstellerriege ist absolut perfekt ausgewählt und weiss durch überzeugendes Schauspiel den Zuschauer für sich zu gewinnen. So sieht man so bekannte Gesichter wie Charles Manson, Martin Landau oder auch die hübsche Eva Marie Saint, die die weibliche Hauptrolle spielt. "Der Unsichtbare Dritte" ist sogar bis in die kleinsten nebenrollen excellent besetzt, so das man sich ganz generell auf hervorragende darstellerische Leistungen freuen kann, was auch nicht unbedingt in vielen Filmen der Fall ist.

Es kommt eigentlich doch sehr selten vor, das man bei einem Film so rein gar nichts zum Meckern findet, aber hier trifft man auf einen der seltenen Fälle, wo negative Kritik absolut fehl am Platz wäre. In diesem Klassiker stimmt einfach alles, man bekommt von Anfang an einen brillanten dramaturgischen Spannungsaufbau geboten, der von einem extrem rasanten und temporeichen Erzählstil begleitet wird, der dafür verantwortlich zeichnet, das der Betrachter kaum einmal durchatmen kann, denn dafür lässt einem das durchgehend faszinierende Geschehen einfach keine Zeit. Hinzu kommt der genau richtig dosierte Humor, der diesem eigentlich sehr ernstgezeichneten Szenario genau die richtige Lockerheit verleiht, ohne das die Geschichte irgendwie albern wirken würde. Und abschließend ist dann noch die überragend agierende Darstellerriege zu nennen, die mitverantwortlich dafür ist, das man mit einem Filmerlebnis erster Klasse konfrontiert wird, das auch nach mittlerweile 50 Jahren rein gar nichts von seinem Reiz und Charme verloren hat.


Fazit:


"Der Unsichtbare Dritte" ist ganz sicher eines von Hitchcocks absoluten Meisterwerken, das auch wieder einmal aufzeigt, wie vielseitig dieser fantastische regisseur doch war. Denn ganz egal, ob Thriller, Drama, Horror oder Krimi, der Mann hatte ein Händchen für aussergewöhnlich gute Filme. Aussergewöhnlich gut sind hier auch die gewählten und teils sehr berühmten Schauplätze, so gewinnt man beispielsweise einen kurzen Einblick in das Gebäude der Vereinten Nationen und erlebt ein packendes Finale auf dem Mount Rushmore, das absolut zu begeistern weiss. Diesen Film kann man also ohne zu übertreiben als einen echten Klassiker der Filmgeschichte bezeichnen, den man sich immer wieder gern anschaut.


10/10

27.12.09 21:31


Steel Dawn - Die Fährte des Siegers

 

 

 

 

Steel Dawn - Die Fährte des Siegers
(Steel Dawn)
mit Patrick Swayze, Lisa Niemi, Anthony Zerbe, Christopher Neame, Brion James, John Fujioka, Brett Hool, Marcel Van Heerden, Arnold Vosloo, James Whyle, Russel Savadier, Joe Ribeiro, Alex Heyns, Brad Morris, Tullio Moneta
Regie: Lance Hool
Drehbuch: Doug Lefler
Kamera: George Tirl
Musik: Brian May
FSK 16
USA / 1987

In einer fernen, düsteren Zukunft, in der Wasser das kostbarste Gut ist, durchstreift der ehemalige Söldner Nomad die Wüsten der Erde. Bis er zur Farm von Kasha kommt. Sie und ihr Sohn Jux bauen eine Wasserpipeline für die nahegelegenen Dörfer - denn sie besitzt eine Quelle. Machtgierige Banditen wollen ihr das Land abjagen. Als Sho aber Jux kidnappt, rechnet Nomad mit den Banditen ab ...


Einige Monate, nachdem zur damaligen Zeit der Erfolgs-Hit "Dirty Dancing" in den Kinos lief, folgte dieser Endzeit-Actioner, in dem Patrick Swayze eine vollkommen andere Rolle spielen sollte. An den Kinokassen stellte sich "Steel Dawn" dann allerdings als Flop heraus, was sicherlich darin begründet liegt, das die "Mad Max-Reihe" seinerzeit im Bezug auf Filme mit einer Endzeit-Thematik das Maß aller Dinge waren. So wurde dem vorliegenden Werk von Regisseur Hool nie die Beachtung geschenkt, die es eigentlich verdient hätte, obewohl es sich um einen wirklich gelungenen und auch actiongeladenen Film handelt.

Swayze spielt hier den ehemaligen Soldaten Nomad, der in einer Zeit lebt, wo Wasser ein extrem kostbares Gut ist und die Überlebenden so ziemlich alles tun würden, um in den Besitz des kostbaren Nass zu kommen, wobei auch nicht vor Mord und Totschlag zurückgeschreckt wird. So muss er sich dann auch im Lauf der Geschichte mit einer Horde Banditen auseinandersetzen, die es auf die Farm der jungen Kasha abgesehen haben, auf der er Unterschlupf gefunden hat und die ein unerschöpfliches, unterirdisches Wasserreservoir beherbergt. Das diese Auseinandersetzungen nicht ohne reichlich Action und Blutvergießen abgehen, versteht sich schon fast von selbst. Und so kommt es, das der Zuschauer hier mit einigen wirklich gut gelungenen Kämpfen konfrontiert wird, die durchaus interessant und gekonnt in Szene gesetzt wurden, so das der Action-Fan hier voll auf seine Kosten kommen dürfte.

Doch es sind längst nicht nur die schönen Action-Passagen, die diesen Film absolut sehenswert machen, auch die sich hier entfaltende Endzeitstimmung kann überzeugen, auch wenn sie nicht ganz so düster und trostlos rüberkommt, wie zum Beispiel in den "Mad Max-Filmen. Dennoch bekommt man auch hier ein Szenario geboten, das den authentischen und überzeugenden Eindruck einer zerstörten Welt hinterlässt, in der man selbst auf keinen Fall sein Dasein fristen will. Perfekt dazu passen auch die einzelnen Charaktere der Geschichte, die dem ganzen eine sehr realistische Note verleihen und so den glaubhaften Eindruck noch zusätzlich unterstützen.

Dabei trifft man in der Darsteller-Riege neben Patrick Swayze auch noch auf so einige andere durchaus bekannte Gesichter, auf der Seite der Banditen sind zum beispiel Anthony Zerbe als Anführer oder auch ein Arnold Vosloo (Darkman 2 & 3) zu sehen, als Farmarbeiter ist der bekannte B-Movie Darsteller Brion James tätig, der zur damaligen Zeit sogar gar nicht einmal so hässlich war, wie es in späteren Filmen mit seiner Beteiligung viel eher der Fall ist. Das dargebotene Schauspiel aller Akteure ist zwar nicht unbedingt besonders hervorstechend, aber als solide und überzeugend anzusehen. Mich persönlich hat vor allem Swayze in dieser doch eher ungewohnten Rolle richtig überzeugt, denn ich war doch eher skeptisch, ob seine Beteiligung mit der hier vorhandenen Thematik zusammenpassen würde, doch meiner Meinung nach gibt es in dieser Beziehung rein gar nichts zu bemängeln.


Fazit:


"Steel Dawn - Die Fährte des Siegers" kommt sicher nicht ganz an die Klasse und Intensität der ersten beiden "Mad Max-Filme" heran, ist aber ein sehr gelungener Endzeit-Film, der durchgehend spannend und sehr kurzweilig zu unterhalten weiss. Wer Filme dieser Art zu schätzen weiss, sollte sich dieses Werk auf jeden Fall einmal ansehen, denn es lohnt sich wirklich, den "Dirty Dancer" einmal in einer vollkommen anderen Rolle zu sehen, die er durchaus routiniert und glaubhaft darstellt, was ihm viele eventuell in dieser Form nicht unbedingt zugetraut hätten.


7/10

27.12.09 17:44


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