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Dead of Winter

 

 

 

 

Dead of Winter
(Dead of Winter)
mit Mary Steenburgen, Roddy McDowall, Jan Rubes, William Russ, Ken Pogue, Wayne Robson, Mark Malone, Michael Copeman, Sam Malkin, Pamela Moller, Dwayne McLean, Paul Welsh
Regie: Arthur Penn
Drehbuch: Marc Shmuger / Mark Malone
Kamera: Jan Weincke
Musik: Richard Einhorn
Ungeprüft
USA / 1987

Mitten in den Dreharbeiten zu einem großen Film wird die Hauptdarstellerin bestialisch ermordet. Als Ersatz für die Tote wird die junge Schauspielerin Katie engagiert - Die Chance ihres Lebens! Als Drehort dient eine alte Villa, hunderte Meilen entfernt von jeglicher Zivilisation. Der Stab besteht aus lediglich zwei Männern, angeblich der Regisseur und der Produzent. Die Proben sind ungewöhnlich, knallhart und schmerzhaft. Als Katie am Morgen mit nur noch vier Fingern an ihrer Hand aufwacht und die Leiche einer Toten entdeckt, wird ihr klar, dass sie nur die Marionette in einem teuflischen Spiel darstellt. Kurzerhand fasst sie ihren eigenen Plan, um ihr Leben zu retten.....


"Dead of Winter" ist wieder einmal ein erstklassiges Beispiel dafür, das es durchaus möglich ist, mit verhältnissmäßig bescheidenen Mitteln ein maximales Maß an Spannung zu erzeugen. In diesem Horrorthriller aus dem Jahr 1987 gibt es weder spektakuläre Effekte noch härtere Passagen zu sehen, der sehr hoch angesiedelte Spannungsbogen wird durch die Geschichte an sich und eine ausgezeichnete Atmosphäre erzeugt. Aufgrund der fehlenden härtereren Szenen ist es allerdings als recht verwunderlich anzusehen, das dieses Werk ungeprüft ist, eine 16er Freigabe wäre vollkommen ausreichend gewesen, da überhaupt kein Blut fliesst und auch ansonsten keine brutalen Szenen vorhanden sind. Die hat der Film aber auch überhaupt nicht nötig, da der Zuschauer seine Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die sehr spannende Geschichte richtet, die sich im Laufe der Zeit entwickelt und von der eine enorme Faszination ausgeht, der man sich kaum entziehen kann.

Denn das, was hier im ersten Moment wie eine Probeaufnahme für einen Film wirkt, entwickelt sich ziemlich schnell zu einem perfiden Katz-und Mausspiel. Man merkt eigentlich sehr schnell, das hier irgend etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, weiss aber im Endeffekt nicht, worauf die ganze Sache hinzielt. Erst mit der Zeit fügen sich die einzelnen Mosaiksteinchen zu einem teuflischen Spiel zusammen, in dem die junge schauspielerin Katie das bedauernswerte Opfer darstellen soll. Bis ihr das aber so richtig bewust wird, vergeht eine ganze Weile, in der sie so manch komische Situation über sich ergehen lassen muss. Ist sie am Anfang noch sehr erfreut darüber, das sie anscheinend endlich eine Chance bekommen hat, in einem Spielfilm die Hauptrolle zu spielen, so kommt ihr die ganze Szenerie mit der Zeit doch mehr als nur merkwürdig vor, da sich die Anzeichen häufen, das es bei dem ganzen doch anscheinend um etwas vollkommen anderes dreht. Als Katie dann feststellt, das sie anscheinend in ein wahrhaft teuflisches Spiel geraten ist, scheint es kein Entrinnen mehr aus der schier auswegslosen Lage zu geben.

Auch wenn der Film nicht gerade als actiongeladen bezeichnet werden kann, so ist er doch zu keiner Zeit auch nur annähernd langatmig oder gar uninteressant, dafür sorgt schon allein der äusserst spannende Story-Aufbau und die ausgezeichnete Atmosphäre, die hier vorherrscht. Wird in vielen anderen Filmen dieser Art sehr häufig ein Gewitter dafür hergenommen, um eine teils sehr unheimliche und gruselige Stimmung zu erzeugen, so ist es in diesem Fall stark anhaltender Schneefall, den man eigentlich auch schon als Schneesturm bezeichnen kann. Weiterhin kommt hinzu, das sich das Geschehen in einem sehr abgelegenem Haus abspielt, Telefon und Autos angeblich nicht funktionieren und schon entwickelt sich ein ungeheuer beklemmendes Gefühl. Man fühlt sich selbst wie eingeschlossen und fernab jeder Hilfe, die einen aus dieser Situation befreien könnte. Durch die Tatsache, das sich in diesem großen Haus lediglich drei Personen befinden, erhält das Ganze eine kammerspielartige Optik, die eine ungeheuer starke Intensität entwickelt, die sich fast zwangsläufig auf einen selbst überträgt.

Unterstüzt und verstärkt wird dieser Eindruck noch durch das ausgezeichnete Schauspiel, das gerade die drei Hauptdarsteller (Mary Steenburgen, Roddy McDowall und Jan Rubes) abliefern, man bekommt hier ausdrucksstarke und überzeugende Leistungen geboten, die gerade für solch einen Film sehr wichtig, wenn nicht sogar absolut notwendig sind, denn ansonsten könnte die hier erzählte Geschichte niemals ihre volle Faszination entfalten. Die restlichen Darsteller sind viel eher Randfiguren und nötiges Beiwerk, um das Geschehen gut abzurunden. Das hört sich eventuell etwas negativ an, ist aber keineswegs so gemeint, nur dreht sich eigentlich das gesamte Geschehen in erster Linie um die drei Hauptfiguren, die der absolute Mittelpunkt der Szenerie sind.

Regisseur Arthur Penn ist es hier äusserst gut gelungen, mit sehr bescheidenen Mitteln einen äusserst intensiven Horrorthriller zu erschaffen, der gänzlich ohne Blut und Härte auskommt und allein durch sehr viel Spannung und eine dichte und unheilvolle Atmosphäre absolut überzeugen kann. Wer also einen harten und blutigen Film erwartet, der sollte sich vorher überlegen, ob sich dieser Film für ihn lohnt, wer aber auf einen sehr spannenden und atmosphärischen Film hofft, der wird ganz sicher nicht enttäuscht sein.


Fazit:


"Dead of Winter" ist ein Film, der allein durch seine Geschichte und die excellente Grundstimmung überzeugen kann. Sicherlich wird hier nicht gerade viel Neues geboten, denn man hat alles schon einmal so oder so ähnlich gesehen, aber das gezeigte kommt in einer tollen Verpackung daher und verfehlt keineswegs seine Faszination auf den betrachter. Freunden von atmosphärischen Horrorthrillern sei diese kleine Perle der 80er Jahre wärmstens empfohlen, denn spannende und kurzweilige Unterhaltung sind hier garantiert.


8/10

25.12.09 20:06
 


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