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Sasori - Besessen von Rache

 

 

 

 

Sasori - Besessen von Rache
(Sasori)
mit Miki Mizuno, Dylan Kuo, Emme Wong, Nana Natsume, Sam Lee, Siu-Lung Leung, Ryo Ishibashi, Suet Lam, Simon Yam
Regie: Joe Ma
Drehbuch: Ka Wing Lee / Joe Ma
Kamera: Kwong-hung Chan
Musik: Keine Information
Keine Jugendfreigabe
Hongkong / Japan / 2008

Weil die junge Hei Tai von Profikillern gezwungen, ihre Schwägerin zu töten, muss sie eine Strafe im Gefängnis absitzen. Um dort zu überleben, muss sie genauso brutal wie ihre Mitgefangenen werden. Hilfe erhält sie von einer anderen Insassin, die sie trainiert. Gestärkt durch unzählige Auseinandersetzungen und getrieben von Rache flieht Hei Tei aus dem Gefängnis. Sie hat geschworen, die drei Killer sowie ihren Auftraggeber aufzuspüren und zu töten.


Es soll ja nicht gerade wenige Leute geben, die auf dieses Remake gewartet haben. Da ich persönlich das Original dieses Actioners mit Rache-Thematik nicht kenne, fällt ein Vergleich der Versionen selbstverständlich aus. So bin ich dann auch ohne allzu große Erwartungen an diese Neuauflage herangegangen und hegte lediglich die Hoffnung, kurzweilig und actionlastig unterhalten zu werden. Teilweise war dies auch durchaus der Fall, denn der Film hat wirklich seine guten Phasen, die sich allerdings mit langatmigen und streckenweise etwas konfus und verwirrend erscheinenden Momenten abwechseln. Es gibt nicht wenige Sequenzen, in denen die Geschichte auf eine sehr gewöhnungsbedürftige Art und Weise seltsam unstrukturiert erscheint, so das einen manchmal das Gefühl überkommt, das man ein Kapitel übersprungen hat. Vielleicht war das auch lediglich mein Empfinden, aber die gesetzten Schnitte lösen teils ziemliche Konfusion aus, so das es teilweise nicht leicht ist, der Story-Line gänzlich zu folgen.

Dafür entwickelt das Geschehen aber eine äusserst gelungene und teils sehr düstere Atmosphäre, sie so manches Mal ein Gefühl der Beklemmung auslöst, das sich richtiggehend anschleicht und einen nicht so schnell wieder loslässt. Hierbei stechen insbesonders die Passagen hervor, die sich im Gefängnis abspielen und die auch über einen ordentlichen Härtegrad verfügen, der sich aber immer noch in einem recht überschaubaren Rahmen bewegt. Gleichzeitig offenbart der Film hier aber auch seine in meinen Augen größte Schwäche, denn das Geschehen im Gefängnis wirkt gerade im Bezug auf den Hauptcharakter äusserst unrealistisch. Obwohl ihr ihre Gegnerinnen haushoch überlegen sind was sich vor allem kampftechnisch mehr als nur einmal zeigt, geht Nami durch relativ mehr Glück als Verstand als Siegerin aus den Kämpfen hervor. Erst nachdem sie aus dem Gefängnis raus ist, lernt sie unter der Hilfe eines Instrukteurs (Simon Yam) zu kämpfen, was die vorherige Phase des Films nicht unbedingt sehr glaubhaft erscheinen lässt.

Der nun stattfindende Rachefeldzug, auf dem Nami alle töten will, die an ihrer Inhaftierung schuld waren, geht es nun äusserst actionreich zur Sache, wobei gerade einige Kampfszenen ziemlich überzogen dargestellt werden, dadurch aber nicht minder unterhaltsam sind. Doch auch hier sind die teils wieder auftretenden verwirrenden Schnitte zu bemerken, die den Erzählfluss der Geschichte doch etwas beeinträchtigen und so einen wirklich gelungenen Filmgenuss etwas behindern. Sicher mag es genügend Leute geben, die diese Erzählweise sogar absolut passend finden, doch mich hat es ehrlich gesagt doch schon etwas gestört, was mich diesem Werk gegenüber auch etwas zwiespältige Gefühle entwickeln lässt. Denn einerseits übt "Sasori" schon eine gewisse Faszination aus, was auch darin begründet ist, das der Film etwas aussergewöhnlich erscheint und dann steht da im Gegensatz diese sehr gewöhnungsbedürftige Schnittfolge, die oft in Erscheinung tritt.

Insgesamt gesehen fällt es gar nicht einmal so leicht, dieses Werk von Joe Ma fair und richtig zu beurteilen und die Schauspieler machen die Entscheidung auch nicht gerade leichter. Spielen sie doch an manchen Stellen richtig gut und überzeugend, so gibt es leider auch Sequenzen, in denen sie viel eher ausdruckslos und blass erscheinen, so das man den Eindruck bekommt, das sie jederzeit austauschbar wären. Vielleicht würde ich anders denken, wenn mir das Original bekannt wäre, da dies aber nicht der Fall ist, kommt der Film leider nicht über das Mittelmaß hinaus.


Fazit:


Genre-fans, die auch noch den Vergleich zum Original ziehen können, werden diese Neuauflage sicherlich besser einordnen können, aber als eigenständiger Film an sich konnte mich "Sasori - Besessen von Rache" nur bedingt überzeugen. Die Stärke des Films kiegt eindeutig in der gelungenen Atmosphäre und in manch gelungener Action-Passage, wohingegen offensichtliche Schwächen in der Erzählstruktur der Geschichte ersichtlich sind, die durch manch konfuse Schnitte noch zusätzlich für Verwirrung beim Zuschauer sorgen kann. Für Genre-Fans ist der Film sicher empfehlenswert.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Kantonesisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 96 Minuten

 

 

5/10

28.12.09 18:38
 


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