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Tunnel der lebenden Leichen

 

 

 

 

Tunnel der lebenden Leichen
(Death Line)
mit Donald Pleasence, Norman Rossington, David Ladd, Sharon Gurney, Hugh Armstrong, June Turner, Clive Swift, James Cossins, Heather Stoney, Hugh Dickson, Jack Woolgar, Ron Pember, Colin McCormack, Gary Winkler, James Culliford, Christopher Lee
Regie: Gary Sherman
Drehbuch: Ceri Jones / Gary Sherman
Kamera: Alex Thomson
Musik: Wil Malone / Jeremy Rose
Ungeprüft
Großbritannien / 1973

Der Tod geht um zwischen den U-Bahn-Stops Holborn und Russell Square in London, denn dort verschwinden immer wieder Menschen für immer. Für Inspektor Calhoun (Donald Pleasence) zunächst ein Rätsel, doch dann findet er eine Spur, die zu einer Gruppe von Arbeitern führt, die um die Jahrhundertwende beim U-Bahnbau bei einem Höhleneinsturz für immer verschwanden. Offensichtlich leben ihre Nachkommen immer noch unter der Erde und sie haben Hunger...


Auch wenn der Titel dieses britischen Horror-Klassikers es eventuell vermuten lassen könnte, handelt es sich hier keineswegs um einen Zombiefilm, vielmehr könnte man dieses Werk von Regisseur Gary Sherman als "Großvater" des Films "Creep" bezeichnen, denn die beiden Geschichten weisen doch frappierende Ähnlichkeiten auf. Selbstverständlich ist "Tunnel der lebenden Leichen" nicht so temporeich in Szene gesetzt worden, das Erzähltempo des Geschehens ist hier um Einiges bedächtiger und ruhiger, was jetzt aber keinesfalls negativ zu bewerten ist. Es handelt sich ganz einfach um einen älteren, aber sehr spannenden Film aus einer Zeit, wo Härte, visuelle Brutalität und teure Effekte noch nicht so tonangebend waren, wie es in der heutigen Zeit der Fall ist. So bekommt der Zuschauer hier noch überdurchschnittlich gute Horrorkost geboten, die insbesondere in atmosphärischer Hinsicht vollkommen zu überzeugen weiss.

Dazu sind natürlich die Katakomben der Londoner U-Bahn geradezu fantastisch geeignet, in denen sich Teile der Geschichte abspielen und die durch ihre herrlich düstere Optik für so manch kalten Schauer sorgen können, der dem Betrachter über den Rücken läuft. Wie auch in "Creep" verschwinden hier Menschen spurlos und erst ganz am Ende des Films kommt die Polizei überhaupt erst auf die Idee, diese in den unterirdischen Katakomben zu suchen. Ganz generell wird gerade die Ermittlungsarbeit der Beamten auf eine geradezu naive Art und Weise dargestellt, die einem aus heutiger Sicht viel eher ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert und dem Geschehen einen ganz eigenen Charme verleiht. Dazu trägt in erster Linie auch Donald Pleasence bei, der den Charakter des Inspektor Calhoun mit äusserst viel Symphatie erfüllt, so das man auch großzügig über den fehlenden kriminalistischen Spürsinn hinwegsehen kann.

Trotz der ziemlich ruhigen Erzählweise der Geschichte entwickelt sich ein durchaus konstanter Spannungsbogen, der zwar nicht unbedingt die vollkommene Hochspannung präsentiert, sich aber in einem soliden Rahmen bewegt. Ob das allerdings gerade für die jüngere Generation ausreichend ist, die ja doch eher auf rasantes Tempo, Härte und Brutalität geeicht ist, wage ich zu bezweifeln, denn auch richtig derbe Szenen gibt es in diesem Film nicht zu verzeichnen. Zwar gibt es gerade in der zweiten Filmhälfte einige etwas härtere und blutige Einstellungen, die allerdings nach heutigen Kriterien eher harmlos anmuten. Dafür wird man aber durch die schon kurz erwähnte, erstklassige Atmosphäre entschädigt, die einen fürmlich in ihren Bann zieht und so ihre Wirkung auf den Betrachter keineswegs verfehlt.

Leider gibt es von diesem wirklich gelungenem Horror-Thriller immer noch keine offizielle deutschsprachige Veröffentlichung auf DVD, was eigentlich sehr schade ist, denn der Film hätte es wirklich verdient. So müssen sich Fans dieser alten Klassiker weiterhin gedulden und hoffen, das sich irgendwann ein label erbarmt und dieses britische Werk endlich offiziell auf einer DVD rausbringt.


Fazit:


"Tunnel der lebenden Leichen" ist ein Film, an dem kein Liebhaber der älteren Horrorfilme vorbeikommt. Eine nette Geschichte, die spannend und sehr atmosphärisch umgesetzt wurde, verbreitet hier ihren schaurig-schönen 70er Jahre Charme, dem sich kein Nostalgiker entziehen kann. Jedem, dem "Creep" gefallen hat, könnte auch dieser Film zusagen, denn die Ähnlichkeiten sind erstaunlich, allein das Tempo der Filme unterscheidet sich ziemlich stark.


8/10

9.1.10 17:13
 


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